[Zeitzeugen] [Gedenken] [Geschichte und Diskurs] [Erinnerung] [Nationalsozialismus] [Entschädigung] [Webausstellungen] [Suchformulare] [Literatur]
schoah.org
[Urgent Call for Your Help] [Nicht Reden! Handeln!]

haGalil e.V., Münchner Bank BLZ 701 900 00, Konto Nr. 872 091, weitere Angaben zu Überweisungen aus dem Ausland (BIC/IBAN), Lastschriftverfahren, PayPal, Support & Honour, Spendequittungen etc. finden Sie auf den Seiten des haGalil e.V..

 

Entrance haGalil
Nachrichten
Search haGalil
Jahaduth: Jüdische Religion
Jüd. Kalender
Israel: Politik, Reisetips, Nachrichten...
Holocaust

Forum Judaicum
Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

 


esra ist ein hebräisches Wort
und bedeutet Hilfe.

Viel zu wenig Interesse an den Überlebenden:
Die Spätfolgen der Nazi-Verbrechen

[BESTELLEN?]

Vor etwa sechzig Jahren wurden während der Herrschaft des Naziterrors in Deutschland und in allen von Deutschen besetzten Gebieten mehr als sechs Millionen Juden ermordet; unter den Ermordeten befanden sich etwa anderthalb Millionen Kinder.

Das Interesse an Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten von Spätfolgen bei den Überlebenden hing in hohem Maße von persönlicher Betroffenheit und persönlichen Beziehungen ab. Der Idealismus und die erforderliche Beharrlichkeit, um bei dieser Arbeit zu bleiben und sie weiterzuentwickeln, wurden immer wieder auf harte Proben gestellt.

Das Interesse an den Leiden und Hilfsangeboten für die Opfer des Naziterrors war in Deutschland stets bescheiden. Der Höhepunkt des Interesses für die Opfer des NS-Terrors war bei einer kleinen Gruppe von Klinikern in Deutschland schon in den 60er Jahren erreicht, danach wurde dieses Thema in Fachkreisen relativ wenig beachtet. Erst Ende der 80er Jahre nahm dieses Interesse aus unterschiedlichen Gründen wieder zu. In Berlin gab es einen kleinen Kreis jüdischer Psychiater und Psychologen, in welchem das Interesse für die klinischen und sozialen Folgen der Schoah bei den Überlebenden und deren Nachkommen gewachsen war.

Aus diesem Kreis wurde Kontakt mit AMCHA u.a. mit Professor Haim Dasberg aufgenommen. Kurz danach sind auch Kontakte mit dem Sinai Centrum zustande gekommen, als klar wurde, dass es in den Niederlanden mit dem Sinai Centrum eine ziemlich große und erfahrene Einrichtung der psychiatrischen und psychologischen Versorgung für die jüdische Bevölkerung gab, die in ihrer Gesamtheit brutal vom Holocaust betroffen war: Nur 30.000 von 140.000 Menschen hatten überlebt!

Aus dem Kontakt erwuchs eine Zusammenarbeit, die zu einem Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten von Spätfolgen bei den Überlebenden und von Folgen bei der Zweiten Generation in Berlin führte.

-- National Israeli Center for Psychosocial Support for Survivors of the Holocaust and the Second Generation. AMCHA - Volk auf Hebräisch. "Amcho?" war das Erkennungswort während der Verfolgung.
-- Zweite Generation wird in diesem Buch als Eigenname benutzt, Definition siehe S. 254 und Glossar.

Begriffsklärung

Für die Benennung dieses bis dahin Undenkbaren stehen bisher nur falsche oder verhüllende und beschönigende Begriffe zur Verfügung. So ist der Begriff "Holocaust" im Grunde nicht geeignet, weil dieses Wort ursprünglich ein religiöses Brandopfer bezeichnet (1 Samuel 7,9) und es im Holocaust keine Brandopfer gab.
Der hebräische Begriff "Schoah" wird in Israel und über seine Grenzen hinaus heute immer häufiger benutzt. Er bedeutet Unheil, Heimsuchung, Verwüstung, Zerstörung (Jesaja 10,3) im Rahmen von Gottes strafender Hand nach getanem Unrecht. Auch das trifft überhaupt nicht zu, denn jeder Jude war schon aufgrund seiner Geburt zum Tode verurteilt worden.
Ebenso wenig wird der alleinige Begriff Genozid dem einzigartigen Charakter dieses totalen, weltweit gedachten, rein ideologischen Völkermords gerecht und wird deshalb von uns nicht angewandt.

Zu den Begriffen "Schoah" und "Holocaust", s.: "In der deutschen Sprache gibt es keinen Ausdruck für die ideologische Verfolgung der Juden, die Gräueltaten und Qualen, die an ihnen verübt wurden, und den fabrikmäßig durchgeführten Massenmord, der durch das nationalsozialistische Regime von 1933-45 begangen wurde"... weiter...

In Ermangelung eines "passenden Wortes", werden auch in den "Berliner Lektionen zu den Spätfolgen der Schoah" die gebräuchlichen Begriffe "Holocaust" und "Schoah" benutzt.

>> Weitere Informationen zum Buch:
Berliner Lektionen zu den Spätfolgen der Schoah:
Das Schweigen brechen

Die Beiträge in den vier Teilen zeigen den Blick der Kliniker, Psychiater und Psychotherapeuten auf die Schoah und die daraus resultierenden psychosomatischen, psychischen und gesellschaftlichen Folgen.

Der Preis des Überlebens:
Begrijpt u nu waarom ik huil?
Entstanden ist das bestürzende Porträt eines Vaters, der unter dem Eindruck eines posttraumatischen Stress-Symptoms seine Lagererfahrungen an seine Frau und seine Kinder weitergibt...

Ilani Kogan:
Der stumme Schrei der Kinder

In sieben ebenso eindrucksvollen wie verstörenden psychoanalytischen Fallstudien zeigt Ilany Kogan, wie Angehörige der sogenannten zweiten Generation, also Kinder von Überlebenden des Holocaust, auf ihre Weise an den schrecklichen Folgen einer Vergangenheit leiden, die nicht ihre eigene ist...

[BESTELLEN]

haGalil onLine 29-03-2005

 


DE-Titel
US-Titel
[Buchauswahl]
[Bestseller]

Jüdische Weisheit
haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2006 © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved
haGalil onLine - Editorial